Das Rittmarshäuser Schloss


Das heutige Schloss geht zurück auf zahlreiche Vorläuferbauten seit 1521. Am 15. Januar 1707 erwarb Friedrich Wilhelm Freiherr von Schlitz, genannt von Görtz, Rittmarshausen. Dem neuen Besitzer war die "steinerne Burg" zu unbequem und zu schadhaft. Er liess das Wohnhaus und die zugehörigen Wirtschaftsgebäude abreissen und neue an ihrer Stelle erbauen. So entstand 1714 der heutige Vorderteil des Schlosses. Die Arbeiten wurden 1716 abgeschlossen. Das Gut hatte eine Größe von rund 551 ha, davon sind ungefähr 343 ha Ackerland und 163 ha Wald. Seit 1909 ist die landwirtschaftlich genutzt Fläche verpachtet. Mit dem landwirtschaftlichen Betrieb waren seit 1852 eine Brennerei, eine Likörfabrik und eine Mühle verbunden. Die beiden ersteren gingen nach dem ersten Weltkrieg ein. Bis zum Jahre 1902 wurde in Rittmarshausen auch Bier gebraut.

Vorderansicht des Schlosses

Vorderansicht des Schlosses.

In den Jahren 1954/55 entdeckte man weitläufige unterirdische Gänge. Trotz eingehendster Nachforschungen unter Hinzuziehung des wegen seiner umfassenden Kenntnisse auf dem Gebiete der geschichtlichen Forschung im südhannoverschen Raum bekannten ehem. Museumsdirektors Dr. Fahlbusch, Göttingen, läßt sich keine restlose Klärung darüber finden, welchem Zwecke jene hohen und mit erheblichem Aufwand gebauten Gänge gedient haben können. Die Verfolgung der Gänge mußte nach Ausräumung einer ziemlich weiten Strecke wegen der damit verbundenen beträchtlichen Kosten aufgegeben werden, so dass das Rätsel um deren Entstehung offenbleibt.

Heute beherbergt das Schloss ein Goldschmiede-Atelier und dient dem angestammten Eigentümer Gero-Hendrik Melander als zeitweiliger Wohnsitz. Das zum Schloß gehörige Rittergut Rittmarshausen ist verpachtet.

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